Enkō Bridge, Straßenbrücke in Minami-ku, Hiroshima, Japan
Die Enkō-Brücke ist eine Straßenbrücke aus Stahlbeton mit T-Trägern über den Enkō-Fluss, 62,4 m lang und 8,5 m breit, fertiggestellt 1926. Ihre granitenen Pfosten, Baluster und Geländer tragen metallene Ornamente im Secessionsstil: Adler mit ausgebreiteten Flügeln auf Kugeln auf den vier Eckpfosten und Paare von Affen, die einen Pfirsich halten, an den Geländern. Die Ornamente wurden 1943 entfernt und 2016 restauriert.
Eine erste Brücke, damals Enrō genannt, entstand um 1589 mit der Anlage von Burg und Burgstadt Hiroshima. Sie trug die Saigoku-Straße und später die Nationalstraße 4; 1894 überquerte Kaiser Meiji sie vom Bahnhof Hiroshima zum kaiserlichen Hauptquartier. Die heutige Balkenbrücke aus Stahlbeton wurde im März 1926 von der Firma Tsumaki fertiggestellt. Sie überstand 1945 die Atombombe in etwa 1,82 km Entfernung vom Hypozentrum und diente als Fluchtweg.
Die Brücke ist nach dem Enkō-Fluss benannt, und enkō ist ein altes Wort für den Kappa, einen Wassergeist. Der Stadtteil Enkōbashi-machi am linken Ufer trägt den Namen der Brücke. Bei der Restaurierung 2016 wurden die Metallverzierungen von 1926 nachgebildet: Adler auf Kugeln auf den vier Eckpfeilern und zwei Affen, die einen Pfirsich halten, an den Geländern.
Die Brücke befindet sich etwa 2 Kilometer vom Atombombenhypozentrum entfernt und ist bequem erreichbar. Die Umgebung ist fußgängerfreundlich und gut in den Besichtigungsrouten der Stadt integriert.
Die Brücke wurde ursprünglich mit aufwendigen Verzierungen gebaut, darunter Adlerstatuen auf Kugeln und eingravierte Affenmotive, die sie zum ornamentalsten Bauwerk ihrer Art in Hiroshima machten. Diese kunstvollen Details geben Besuchern heute Einblick in die Gestaltungsweise japanischer Brückenarchitektur aus den 1920er Jahren.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 94.055 Mitwirkenden weltweit.