Sakae Bridge, Straßenbrücke und bombardiertes Gebäude in Hiroshima, Japan
Die Sakae-Brücke ist eine Straßenbrücke über den Kyobashi-Fluss in Hiroshima, auf der Stadtstraße Minami 1-ku Linie 6. Ihr heutiger Stahlbetonüberbau von 1930 ruht auf sieben Pfeilern und zwei Widerlagern; 1971 wurden die Gehwege verbreitert und die ursprünglichen Steinbrüstungen durch Stahlgeländer ersetzt.
Eine Holzbrücke wurde hier im März 1906 von Kumagai Eijirō erbaut, der ihr ein Schriftzeichen seines Namens gab. Nachdem sie im Juni 1928 durch einen Sturm zerstört worden war, wurde sie im Oktober 1930 in Stahlbeton neu errichtet. Am 6. August 1945 explodierte die Atombombe in etwa 1,51 km Entfernung; die Druckwelle riss die Geländer und eine Telefonzelle am Brückenfuß weg, doch da die Brücke in Richtung der Druckwelle lag, stürzte sie nicht ein und wurde nur gering beschädigt. Sie diente als Evakuierungsroute zum Ost-Exerzierplatz, damals ein Hilfslazarett, und wird in Hara Tamikis Roman Summer Flowers beschrieben.
Der Name stammt von Kumagai Eijirō, der hier im März 1906 die erste Holzbrücke baute und ein Schriftzeichen seines Vornamens übernahm. Ende der 1920er und in den 1930er Jahren fanden auf der Brücke Schwimmwettkämpfe von Schulkindern statt; sie gilt als Geburtsort des Wettkampfschwimmens in Hiroshima. Kawahigashi Renyas Roman Natsu no Hana beschreibt die Brücke unmittelbar nach dem Bombenangriff von 1945.
Die Sakae-Brücke trägt die Stadtstraße Hiroshima Minami 1-ku Linie 6 über den Kyobashi-Fluss und verbindet den Bereich des JR-Bahnhofs Hiroshima mit dem Zentrum; die Kreuzung am Ostufer trifft auf die Johoku-dori (Präfekturstraße 37). Am rechten Ufer führt der Uferweg flussabwärts Richtung Kyobashi, mit etwa zwanzig steinernen Anlegestufen (Gangi) in Abständen von rund 20 m. Am Westufer ist die Gasse hinter der Noboricho-Mittelschule beim Shukkeien-Garten eine Sackgasse.
Die Sakae-Brücke ist die einzige der erhaltenen Atombombenbrücken Hiroshimas, die verbreitert wurde: 1971 wurden die Gehwege verbreitert und die steinernen Brüstungen durch stählerne ersetzt. Die Betonfelder und Pfeiler von 1930 sowie die ziegelverkleideten Rohrleitungsschutzwände an beiden Ufern sind erhalten.
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