Ishinokarato Kofun, Grabhügel in Kizugawa und Nara, Japan
Das Ishinokarato Kofun ist ein zweistufiger Grabhügel: eine runde obere Stufe von etwa 9,2 Metern Durchmesser und 1,6 Metern Höhe auf einer quadratischen unteren Stufe von rund 13,8 Metern Seitenlänge und 1,2 Metern Höhe, aus gestampfter Erde errichtet. Auf dem unteren Hang sind noch Flusssteine (Fukiishi) erhalten, während die obere Stufe ihre Steinabdeckung weitgehend verloren hat. Eine horizontal zugängliche Steinkammer aus 16 Tuffsteinblöcken öffnet sich nach Süden.
Das Grabmal entstand in der frühen 8. Jahrhundert als einer der letzten Kofun, die in den nördlichen Vororten der Heijo-Hauptstadt errichtet wurden. Archäologische Ausgrabungen förderten Fragmente von lackierten Särgen sowie Gold- und Silberperlen zutage.
Der Name Karato stammt von der Ähnlichkeit der Steinkammer mit einem karato, einem truhenförmigen Behälter. Auf der Kyōtoer Seite heißt der Hügel Kazahahi Kofun. Eine Karte von 1724 verzeichnet einen Landstreit zwischen dem Dorf Chōshōji in Yamato und dem Bezirk Sōraku in Yamashiro; Chōshōji gewann, weshalb der Hügel auf der Grenze zwischen Nara und Kyōto liegt.
Der Grabhügel liegt teils in Kizugawa (Präfektur Kyoto), teils in Nara, etwa 20 Gehminuten vom Bahnhof Takanohara an der Kintetsu-Kyoto-Linie entfernt. Er wurde restauriert und als Park hergerichtet; vor dem Hügel stehen ein niedriger Holzzaun und Büsche. Die Steinkammer öffnet sich nach Süden.
Der Hügel liegt auf der Präfekturgrenze: auf der Kyōtoer Seite heißt er Kazahahi Kofun. Eine Karte von 1724 überliefert einen Landstreit zwischen dem Dorf Chōshōji in Yamato und dem Bezirk Sōraku; Chōshōji siegte, und sein Gebiet ragte zungenförmig nach Sōraku, weshalb das Grab in Nara und Kyōto liegt.
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