Kanagawa Battery, Küstenfestung in Kanagawa-ku, Japan.
Die Kanagawa-Batterie ist eine Küstenfestung in Kanagawa-ku, die auf einer natürlichen Landzunge mit freiem Blick auf die Bucht liegt. Die Anlage besteht aus Steinmauern, Artilleriestellungen und unterirdischen Gängen, die sich über mehrere hundert Meter erstrecken.
Die Batterie wurde 1860 von der Tokugawa-Regierung als Reaktion auf die Ankunft westlicher Kriegsschiffe in der Bucht erbaut. Sie gehörte zu einem größeren Netzwerk von Befestigungen, die in den 1860er Jahren errichtet wurden, um Tokio und seine Häfen zu schützen.
Die Batterie zeigt, wie Japan im 19. Jahrhundert westliche Militärtechniken übernahm und in traditionelle Verteidigungskonzepte integrierte. Besucher können an den Steinmauern sehen, wie dieser Wandel in der praktischen Bauweise sichtbar wurde.
Der Ort ist am besten bei Tageslicht zu erkunden, wenn man die Strukturen und das Wasser um die Batterie herum gut sehen kann. Besucher sollten auf unebenes Gelände und teilweise feuchte Bereiche gefasst sein, daher sind geeignete Schuhe empfehlenswert.
Katsu Kaishu, ein bekannter Schiffbaumeister, leitete das Projekt und war der erste japanische Missionar der Marine. Seine Beteiligung verband militärisches Wissen mit praktischer Erfahrung im westlichen Schiffbau und machte diese Batterie zu einem Meilenstein in Japans technologischem Übergang.
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