Anō temple ruins, Buddhistische Tempelruinen in Otsu, Japan
Die Ruinen des Anō-Tempels sind eine archäologische Stätte in Ōtsu, wo zwei überlagerte Tempelgrundrisse ausgegraben wurden: ein älterer mit Kondō im Westen und Pagode im Osten sowie ein späterer im Hokki-ji-Stil mit einer Lehrhalle im Norden. Nach der Grabung von 1984 wurde die Stätte wieder verfüllt.
In Anō waren seit Langem Dachziegel bekannt, doch erst 1973 wurde der Tempel identifiziert und 1984 großflächig ausgegraben. Zwei überlagerte Grundrisse kamen zutage: einer mit Kondō im Westen und Pagode im Osten, ein späterer im Hokki-ji-Stil mit Nord-Süd-Achse. Ziegelinschriften nennen 630 und 632 oder 690 und 692; der Tempel bestand wohl bis in die Heian-Zeit, sein Name ist unbekannt.
Der Name des Tempels ist unbekannt; seine Identität als buddhistischer Komplex wurde erst 1973 bestätigt. Ausgegrabene Dachziegel tragen die Zykluszeichen 庚寅 und 壬辰, gelesen als 630 und 632 oder 690 und 692, was die Gründung mit den Regierungszeiten Kaiser Jomeis oder Kaiserin Jitos verbindet. Am Standort der Lehrhalle wurden Fragmente einer silbernen Buddhastatue gefunden.
Der Ort liegt etwa fünf Gehminuten vom Bahnhof Anō an der Keihan-Linie Ishiyama Sakamoto. Nach der Ausgrabung wurde die Fläche wieder verfüllt; die Grundmauern sind also nicht freigelegt, man sucht die markierten Grundrisse statt aufrecht stehender Mauern. Die Ruinen erstrecken sich über die Viertel Anō und Karasaki, Anlagen vor Ort gibt es nicht.
Die Stätte wurde nach der Grabung von 1984 wieder verfüllt, sodass heute keine Fundamente sichtbar sind; die beiden überlappenden Tempelgrundrisse wurden nur durch Ausgrabungen erkannt. Im Bereich der Lehrhalle wurden Fragmente einer silbernen Buddha-Figur geborgen.
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