Notsuke Peninsula, Ramsar-Feuchtgebiet im östlichen Hokkaido, Japan
Die Notsuke-Halbinsel ist ein etwa 28 Kilometer langer Sandstrang, der sich in die See von Okhotsk erstreckt und die flachen Gewässer der Notsuke-Bucht einschließt. Die Formation entstand durch Sedimentablagerungen und schuf eine einzigartige Küstenlandschaft mit Feuchtgebieten und spezialisierter Tierwelt.
Während der Edo-Zeit war die Halbinsel Standort eines Militärkontrollpunktes, wo Samurai den Schiffsverkehr zwischen dem Festland Japans und der Insel Kunashiri überwachten. Diese strategische Rolle prägte die Bedeutung des Ortes in der regionalen Geschichte.
Der Name Notsuke stammt aus der Ainu-Sprache und bedeutet notkeu, was die Form des Landstrichs beschreibt, der einem Walkiefer ähnelt. Diese Bedeutung ist in der lokalen Kultur präsent und verbindet die Landschaft mit den Wurzeln der indigenen Bevölkerung der Region.
Der Notsuke-Besucherzentrum bietet Informationen zur Tierwelt, Museumsausstellungen und Verpflegungsmöglichkeiten für Besucher. Ein gut ausgebautes Netzwerk von Holzwegen ermöglicht die sichere Erkundung des Geländes und schützt gleichzeitig die empfindlichen Lebensräume.
Das Todowara-Feld zeigt Hunderte abgestorbener Fichten, die durch Meerwasserinfiltration beschädigt wurden und ein ungewöhnliches Natur-Kunstwerk schaffen. Diese toten Bäume sind über Holzstege begehbar und bieten einen faszinierenden Einblick in die Auswirkungen von Umweltveränderungen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.