Shiretoko-Halbinsel, Naturhalbinsel im östlichen Hokkaido, Japan
Shiretoko ist eine 70 Kilometer lange Halbinsel, die sich in das Ochotskische Meer erstreckt und Berge, dichte Wälder sowie Küstenstreifen mit artenreichen Meeresökosystemen umfasst. Die Region verbindet vulkanische Bergketten mit tiefen Tälern, in denen Flüsse zum Meer fließen und dort auf felsige Klippen sowie flache Buchten treffen.
Die Halbinsel erhielt 2005 den UNESCO-Welterbestatus für ihre natürliche Umgebung, die vulkanische Formationen und geologische Merkmale umfasst, die Millionen Jahre zurückreichen. Über Jahrtausende prägten Ainu-Gemeinschaften die Küstenregion durch Fischerei und Handel mit den nördlichen Inseln.
Der Name leitet sich vom Ainu-Begriff „sir etok
Der nördliche Teil ist nur per Boot oder zu Fuß erreichbar, da Straßen lediglich drei Viertel der Halbinsellänge erschließen. Besucher sollten sich auf Wetterwechsel einstellen und festes Schuhwerk für unebenes Gelände mitbringen, besonders bei Wanderungen entlang der Küste oder in höhere Lagen.
Im Winter füllt sich das Ochotskische Meer nahe der Halbinsel mit Treibeis, was sie zum südlichsten Ort auf der Nordhalbkugel für dieses Phänomen macht. Braunbären durchstreifen hier die Küste häufiger als an den meisten anderen Orten Japans und suchen nach Lachsen, die in die Flüsse zurückkehren.
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