Shiretoko, Naturschutzgebiet in Hokkaido, Japan
Shiretoko ist ein Naturschutzgebiet und Welterbe im Nordosten Hokkaidos, das sich über eine schmale Halbinsel erstreckt, die ins Ochotskische Meer ragt. Die Landschaft kombiniert vulkanische Berge, dichte Wälder und steile Küstenklippen, die direkt ins Meer abfallen.
Die Halbinsel wurde 1964 zum Nationalpark erklärt und erhielt 2005 den Status als Welterbe. Die Anerkennung kam nach Jahrzehnten, in denen die Region weitgehend isoliert und schwer zugänglich blieb.
Der Name Shiretoko stammt aus der Sprache der Ainu und bedeutet „Ende der Erde“. Die Ainu-Ortsnamen der Halbinsel sind weiterhin in Gebrauch, darunter Kamuiwakka für einen heißen Wasserfall, der von einem vulkanischen Bach gespeist wird. Der Ainu-Name der Landzunge von Shiretoko lautet Siruetok, woraus der japanische Name abgeleitet ist.
Der Zugang erfolgt über die Stadt Shari, die mit dem Bus oder Auto von größeren Orten in Hokkaido erreicht werden kann. Wanderwege und Bootsausflüge entlang der Küste bieten verschiedene Möglichkeiten, die Landschaft zu erkunden.
Das Meereis, das Shiretoko erreicht, ist das südlichste saisonale Meereis der Nordhalbkugel. Algen unter dem Eis und die Durchmischung des Wassers bei seiner Bildung ernähren das Plankton; die in die Flüsse aufsteigenden Lachse verenden dort und düngen den Wald. Das Treibeis bringt zudem Robben und Riesenseeadler an diese Küsten.
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