Ohitayama Tatara Iron Works, Archäologische Stätte traditioneller Eisenwerke in Hagi, Japan.
Die Ohitayama Tatara Eisenhütte ist eine archäologische Stätte einer traditionellen Eisenverarbeitungsanlage in Hagi mit erhaltenen Lehmöfen, unterirdischen Tunneln und Produktionsbereichen auf dem Gelände. Die Überreste zeigen, wie die verschiedenen Schritte der Stahlherstellung räumlich organisiert waren.
Die Anlage war zwischen 1751 und 1867 in drei verschiedenen Betriebsphasen aktiv und produzierte Stahlprodukte für kriegsschiffe. Sie spielte eine wichtige Rolle bei der industriellen Entwicklung Japans während dieser Periode.
Der Ort zeigt die traditionelle japanische Tatara-Stahlherstellungsmethode, bei der Eisensand mit Holzkohle in speziellen Lehmöfen geschmolzen wird. Besucher können hier sehen, wie handwerkliche Techniken über Generationen weitergegeben wurden.
Der Zugang zu den Überresten erfolgt durch die Tourismusabteilung der Stadt Hagi, die Führungen anbietet, um die Eisenproduktionsprozesse zu erklären. Es ist hilfreich, im Voraus Informationen zu sammeln, da der Ort sich in einem natürlichen Gelände befindet.
Das hier produzierte Eisen versorgte die Heishin Maru, das erste westlich gebaute Kriegsschiff der Chōshū-Marine. Diese Verbindung zeigt, wie lokale handwerkliche Produktion die frühe japanische Modernisierung unterstützte.
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