Ōmijima, Geschützte Küsteninsel und geologischer Park in Nagato, Japan
Ōmijima ist eine Insel bei Nagato in der Präfektur Yamaguchi mit einer Fläche von 14 km² und rund 40 km Küstenlinie. Die von der Japanischen See erodierte Nordküste trägt Felsformationen, die als „Alpen des Meeres“ bekannt sind; höchster Punkt ist der 319,9 m hohe Takayama. Im Süden verbindet die 1965 fertiggestellte Ōmi-Brücke die Insel mit dem Festland, und im Südwesten liegt die Lagune Ōmiko hinter dem Sandriff Nami no Hashidate.
Die Nordküste der Insel wurde 1926 als Ort von Schönheit und Naturdenkmal ausgewiesen, nicht 1927. 1927 nahm man sie in die Liste der Hundert Ansichten Japans auf, die die Zeitungen Osaka Mainichi und Tokyo Nichinichi erstellten. 1955 wurde die Küste in den neu gegründeten Quasi-Nationalpark Kita-Nagato Kaigan einbezogen. Der östliche Bezirk Tōri war von 1899 bis 1954 eine eigene Gemeinde, bevor er zu Nagato kam.
Der östliche Bezirk Tsu war vom 16. Jahrhundert bis zum Beginn der Meiji-Zeit ein Stützpunkt des Küstenwalfangs: Fischer trieben Wale in die Bucht und sprangen mit Harpunen auf sie. Am Kōgan-ji steht ein 1692 errichtetes Walgrab (kujira-baka), ein nationales historisches Denkmal, in dem etwa 70 Walftöten bestattet sind und jährlich eine Gedenkfeier stattfindet. Das Walfanglied von Tsu wird bis heute gesungen, und das Kujira Shiryōkan beim Tempel zeigt die Geschichte dieses Gewerbes.
Die Insel ist am besten vom Wasser aus zu sehen, wobei Bootstouren von der nahegelegenen Küste aus üblich sind. Besucher sollten mit wechselndem Wetter rechnen und sich entsprechend vorbereiten, besonders wenn sie vom Ufer oder von einem Boot aus fotografieren möchten.
Der Beiname „Alpen des Meeres“ bezieht sich auf die 16 km lange, zerklüftete Felsküste im Norden, wo Klippen aus dem Wasser ragen. Höchster Punkt ist der 319,9 m hohe Takayama im Nordosten. Am Strand von Funakoshi lassen sich Radiosignale aus China und Südkorea empfangen.
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