Kamikasuya-jinja, Shinto shrine in Japan
Kamikasuya-jinja ist ein Shinto-Heiligtum in Isehara mit einfacher traditioneller Holzbauweise und einer bescheidenen Ausstattung aus Steinlaternen und einer kleinen Opferkiste. Die Anlage umfasst ein offenes Hofgelände mit wenigen Gebäuden, dessen saubere und gepflegte Oberfläche sowie die alten Bäume ringsum eine ruhige, zeitlose Atmosphäre schaffen.
Das Heiligtum wurde der Legende nach um 660 v. Chr. gegründet und ist in alten Texten aus dem 10. Jahrhundert erwähnt, was seine lange Verehrungsgeschichte dokumentiert. Bedeutende Meilensteine waren die Anerkennung als 'Kandaimyojin' durch Kaiser Junnin im Jahr 832 und ein Besuch des Samurai-Führers Minamoto no Yoritomo im Jahr 1192, der ein heiliges Pferd spendete.
Kamikasuya-jinja ist für die Einheimischen ein Ort der alltäglichen Verehrung, an dem Nachbarn vorbeigehen, um kurz zu beten oder sich zu verneigen. Die Gläubigen bringen kleine Opfergaben dar, zünden Räucherstäbchen an oder hinterlassen Holzplaketten mit Wünschen, was die enge Verbindung zwischen dem Heiligtum und dem täglichen Leben der Gemeinde zeigt.
Das Heiligtum befindet sich in einem ruhigen Wohnviertel in Isehara und ist leicht mit dem Bus und zu Fuß erreichbar, besonders vom nahegelegenen Bahnhof aus. Es gibt keine großen touristischen Einrichtungen oder auffälligen Beschilderungen, daher ist es am besten, tagsüber zu besuchen, wenn die Gegend belebt ist und man die lokale Aktivität miterleben kann.
Das Heiligtum verehrte lange Zeit den Gott Sakatoki no Kami, der von Sake-Brauern und Brennerei-Handwerkern verehrt wird, was seine Verbindung zu lokalen Handwerkstraditionen zeigt. Diese spezialisierte Verehrung ist heute weniger bekannt, bleibt aber ein Hinweis auf die wirtschaftlichen und handwerklichen Aktivitäten, die die Region historisch geprägt haben.
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