Tai-an, Teezeremonie-Haus in Ōyamazaki, Japan
Tai-an ist ein kleines Teehaus in Ōyamazaki mit nur zwei Tatami-Matten, einer Tokonoma-Nische an der Nordseite und einem Gestell für Teeutensilien an der Westseite. Der Südeingang ist breiter dimensioniert, um Besucher aufzunehmen.
Dieses Haus wurde 1582 von Sen no Rikyū entworfen, nachdem dieser zum Teemeister von Toyotomi Hideyoshi ernannt wurde. Die Gestaltung folgt einem neuen Verständnis von Teezeremonie, das Rikyū zu dieser Zeit entwickelt hatte.
Der Raum verkörpert die japanische Philosophie der Bescheidenheit, wobei jedes Element absichtlich platziert ist und Verschwendung vermieden wird. Die winzigen Proportionen laden zu intensiver Konzentration auf die Tezeremonie und die Begegnung zwischen den Anwesenden ein.
Das Gebäude ist sehr klein und eng, daher sollte man sich Zeit nehmen und achtsam hindurchgehen. Der Zugang erfolgt kniend durch den niedrigen Eingang, was ein wichtiger Teil des Rituals ist.
Es ist das einzige Teehaus, das mit Sicherheit Sen no Rikyū zugeordnet werden kann, dem legendären Meister, der die moderne Teezeremonie formte. Sein Name bedeutet wörtlich ruhige Ruhe, was die Philosophie widerspiegelt, die in diesem Raum zu leben scheint.
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