Eirik Raudes Land, Norwegischer Gebietsanspruch in Ostgrönland.
Erik des Roten Land war ein norwegischer Gebietsanspruch an der Ostküste Grönlands, der sich von 1931 bis 1933 unter norwegischer Verwaltung befand. Das Gebiet umfasste drei Stationen: Jonsbu, Myggbukta und Antarctic Havn, die als Stützpunkte für Jäger und wissenschaftliche Expeditionen dienten.
Norwegen erklärte 1931 seine Souveränität über diesen Teil Ostgrönlands und benannte ihn nach dem nordischen Forscher Erik Thorvaldsson. Das Internationale Gerichtshof entschied 1933 zugunsten des dänischen Anspruchs und beendete damit Norwegens Kontrolle über das Gebiet.
Die Region verbindet sich mit der Geschichte der nordischen Seefahrer und zeigt das arktische Interesse Norwegens in den 1930er Jahren. Besucher können heute noch nachvollziehen, wie wichtig diese Gebiete für die Erforschung und Nutzung der arktischen Landschaften waren.
Das Gebiet ist heute schwer zugänglich und liegt in einer abgelegenen Region mit extremem Klima. Besucher sollten sich auf lange Reisen und begrenzte Infrastruktur vorbereiten, wenn sie die ehemaligen Stationen besuchen möchten.
Myggbukta diente nicht nur als Verwaltungssitz, sondern war auch ein wichtiger Stützpunkt für wissenschaftliche Forschung in der Arktis. Der Name Mückental deutet auf die Insektenplagen hin, die in dieser Region trotz des rauen Klimas auftraten.
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