Nordvestfjord, Fjordsystem in Sermersooq, Grönland.
Der Nordvestfjord ist ein großes Gewässersystem im östlichen Grönland, das sich über etwa 150 Kilometer erstreckt und eine Breite von rund 6 Kilometern aufweist. Das Becken reicht an manchen Stellen bis zu 1.500 Meter Tiefe hinab.
Der Fjord wurde 1891-92 von Carl Ryder bei einer Expedition erforscht und benannt, der dort auf große Herausforderungen durch Eisbildung und Stürme traf. Diese Erkundung markierte das erste europäische Verständnis dieser abgelegenen Gewässer.
Die Inuit-Bevölkerung Grönlands nutzt das Gewässer traditionell für Jagd und Fischfang und kennt es unter einem einheimischen Namen, der die enge Verbindung zum Land widerspiegelt. Diese Praktiken prägen bis heute, wie Menschen die Umgebung wahrnehmen und nutzen.
Das Gewässer ist nicht für den normalen Schiffsverkehr zugänglich und erfordert spezialisierte Boote, um sicher durch die Gewässer zu navigieren. Die schwimmenden Eisberge und die unvorhersehbaren Wetterbedingungen machen eine sorgfältige Planung und lokale Erfahrung notwendig.
An der Kopfseite des Fjords speist der Daugaard-Jensen-Gletscher das Gewässer ständig mit neuem Eis und schafft eine sich ständig verändernde Marine Landschaft. Diese Gletscher-Fjord-Verbindung ist ein dynamisches System, in dem Eisberge kontinuierlich in das Wasser kalben.
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