Żuławy, Flussdelta im Norden Polens
Żuławy Wiślane ist eine weite Tiefebene im nördlichen Polen, die aus verzweigten Flussarmen, Kanälen und landwirtschaftlich genutztem Marschland besteht. Das Gebiet erstreckt sich zwischen der Weichselmündung und dem Frischen Haff, durchzogen von einem dichten Netz künstlicher Wasserläufe.
Früheste Spuren menschlicher Besiedlung reichen mehrere Jahrtausende zurück, als Fischer und Sammler an den Ufern lebten. Später gründeten Kolonisten aus den Niederlanden neue Siedlungen und bauten Deiche, um das feuchte Land urbar zu machen.
Niederländische Entwässerungstechniken prägen heute noch das Landschaftsbild, das mit Kanälen, Deichen und Windmühlen durchzogen ist. Kleine Dörfer zeigen Backsteinhäuser mit charakteristischen Giebeln, die an die Bauweise früherer Siedler erinnern und zwischen den weiten Feldern stehen.
Radwege durchziehen das flache Gelände und verbinden kleinere Orte miteinander, sodass man das Gebiet gut mit dem Fahrrad erkunden kann. Lokale Bushaltestellen erreicht man von größeren Städten aus, und die meisten Wege sind bei trockenem Wetter gut befahrbar.
An einer Stelle liegt der tiefste Punkt des Landes, der unter dem Meeresspiegel liegt und nur durch Deiche geschützt wird. Früher wurde hier Bernstein gesammelt, der an den flachen Ufern angespült wurde und als Handelsgut diente.
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