Chinatown, Chinesisches Kulturviertel in Outram, Singapur
Chinatown ist ein chinesisches Kulturviertel in Outram, das aus vier unterschiedlichen Bereichen besteht: Telok Ayer, Kreta Ayer, Bukit Pasoh und Tanjong Pagar, die durch traditionelle Shophouses und enge Straßen miteinander verbunden sind. Die historischen Gebäude und die engen Gassen prägen das charakteristische Aussehen dieser Gegend bis heute.
Nach dem Jackson-Plan von 1822 reservierten britische Verwaltungsbeamte diesen Bereich südwestlich des Singapore River für chinesische Siedler, wobei die systematische Entwicklung 1843 begann. Die folgende Welle der Migration verstärkte die Bedeutung des Viertels als Zentrum für die wachsende chinesische Bevölkerung Singapurs.
Verschiedene chinesische Dialektgruppen prägten die vier Bereiche des Viertels: Hokkien-Sprecher konzentrierten sich auf der Telok Ayer Straße, während Kantonesen die Temple Street bevölkerten. Diese räumliche Aufteilung ist heute noch in den Geschäften und Restaurants sichtbar, wo traditionelle Küchen und Bräuche dieser Gruppen weiterleben.
Das Massenverkehrssystem durchquert die Gegend mit mehreren Stationen und verbindet sie den ganzen Tag über mit anderen Teilen Singapurs. Die vier Bereiche sind zu Fuß miteinander verbunden, was Erkundungen im eigenen Tempo ermöglicht.
Der Name Niu che shui im Mandarin bezieht sich auf die historische Praxis des Wassertransports mit Ochsenkarren im 19. Jahrhundert. Diese Arbeitsweise prägte die frühe Entwicklung des Viertels und zeigt, wie Alltag und Logistik damals den Charakter des Ortes definierten.
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