Financial District, Finanzviertel in Lower Manhattan, Vereinigte Staaten.
Das Financial District ist ein Geschäftsviertel im südlichen Manhattan, wo sich Banken, Börsen und Firmenzentralen auf engem Raum zwischen hohen Gebäuden verteilen. Die Straßen folgen dem alten holländischen Grundriss und verlaufen oft schräg zum modernen Raster, was schmale Gassen und überraschende Blickwinkel schafft.
Niederländische Siedler gründeten hier in den 1620er Jahren Neu-Amsterdam und bauten eine schützende Mauer entlang der heutigen Wall Street. Nach der britischen Übernahme 1664 blieb das Gebiet Handelszentrum und entwickelte sich ab dem späten 18. Jahrhundert zum Finanzzentrum der neuen Nation.
In vielen Büros und Banken erinnern heute noch Holzvertäfelungen, Marmorsäulen und hohe Decken an die Zeit, als Finanzhäuser ihre Macht durch prachtvolle Architektur zeigten. An Wochentagen sieht man Anzugträger mit Kaffee in der Hand zwischen Wolkenkratzern eilen, während am Wochenende Touristen die ruhigen Straßen erkunden.
Die U-Bahn-Station Fulton Street verbindet mehrere Linien und liegt zentral im Viertel, während die Fähre nach Staten Island am südlichen Ende kostenlos über den Hafen fährt. An Werktagen sind viele Gebäude für Besucher geschlossen, daher lohnt sich ein Spaziergang am Wochenende, wenn die Straßen ruhiger sind.
Unter der Federal Reserve Bank liegt ein Tresor 24 Meter unter der Straße, in dem etwa 497.000 Goldbarren verschiedener Länder lagern. Das Gold wird selten bewegt, nur wenn Regierungen untereinander Schulden begleichen, und die Barren werden dann einfach von einem Käfig in einen anderen geschoben.
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