Tapón del Darién, Geografische Region zwischen Panama und Kolumbien
Das Darién Gap erstreckt sich zwischen Südpanama und Nordkolumbien und umfasst dichten Regenwald, steile Berghänge, ausgedehnte Sümpfe und verzweigte Flussdeltas. Vom Pazifik bis zum Karibischen Meer bildet dieses Gelände eine durchgehende natürliche Barriere ohne befestigte Straßen oder größere Siedlungen.
Spanische Seefahrer erreichten die Küste Anfang des 16. Jahrhunderts und gründeten bald darauf die erste europäische Stadt auf dem amerikanischen Festland. Über Jahrhunderte hinweg verhinderten Krankheiten, schwieriges Gelände und fehlende Infrastruktur den Bau einer durchgehenden Straße oder Eisenbahnlinie durch die Region.
Die Emberá-Wounaan und Guna leben in kleinen Dörfern am Flussufer, wo sie Palmendächer über Pfahlbauten bauen und in Kanus reisen. Sie fischen mit Netzen, jagen im Wald und verkaufen Körbe oder handgewebte Stoffe an die wenigen Durchreisenden, die ihre Siedlungen erreichen.
Die Panamericana endet bei Yaviza in Panama, sodass keine durchgehende Straßenverbindung zwischen Nord- und Südamerika existiert. Wer die Region durchqueren möchte, muss entweder zu Fuß durch dichten Dschungel gehen oder per Boot entlang der Küste reisen, oft unter extrem schwierigen Bedingungen.
Jährlich fallen zwischen 70 und 180 Zoll (1.800 bis 4.500 Millimeter) Regen, wodurch eine der regenreichsten Zonen der westlichen Hemisphäre entsteht. Diese Feuchtigkeit ernährt Jaguare, Harpyien und Große Ameisenbären sowie Hunderte von Vogelarten, die man nur in diesem abgelegenen Wald findet.
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