Welthauptstadt Germania, Geplante Nazi-Hauptstadt in Berlin, Deutschland
Welthauptstadt Germania war ein Stadtplanungsprojekt, das Berlin in eine Hauptstadt mit monumentalen Gebauden, breiten Boulevards und beispiellos groen Strukturen umwandeln sollte. Das Projekt sah groe Raume fur offentliche Veranstaltungen vor und verband verschiedene Verwaltungsgebaude uber ein Netzwerk von Strassen und Platzen.
Zwischen 1938 und 1943 leitete Albert Speer die erste Phase des Projekts, wobei zahlreiche Berliner Stadteile abgerissen wurden. Das Vorhaben wurde durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen und nie vollstandig verwirklicht.
Die geplanten Gebäude spiegeln die Ideologie ihrer Zeit wider, da riesige Strukturen entworfen wurden, um Macht zu zeigen. Der Volkshalle-Kuppelbau sollte der zentrale Versammlungsort für öffentliche Veranstaltungen werden.
Heute kann man im Tiergarten den Schwerbelastungskörper besichtigen, einen massiven Betongzylinder, der errichtet wurde, um zu testen, ob der moorige Untergrund die Last der geplanten Gebäude tragen konnte. Der Ort liegt zentral und ist leicht zu Fuß erreichbar, mit Informationstafeln zur Erläuterung seiner Funktion.
Der nord-sud-Axis-Boulevard war mit 120 Metern Breite konzipiert und sollte sich uber 5 Kilometer durch Zentral-Berlin erstrecken. Das Projekt sah auch unterirdische Verkehrstunnels vor, um den Fluss von Verkehrsmitteln unter den groen offentlichen Flachen zu ermoglichen.
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