Kaiserhöfe, Architektonisches Ensemble in Berlin-Mitte, Deutschland.
Kaiserhöfe ist ein zweiflügeliges Gebäudeensemble an der Prachtstraße Unter den Linden, das zwei miteinander verbundene Handelshäuser umfasst. Mit neoklassischen Säulen, ägyptisierenden Friesen und Muschelkalkfassaden bildet es einen zusammenhängenden Block mit Durchgängen zwischen den Straßenseiten.
Das Ensemble wurde zwischen 1912 und 1914 errichtet, als Berlin sein Finanz- und Handelsgesicht modernisierte. Nach schweren Kriegsschäden erhielten die Gebäude in den 1950er Jahren eine Restaurierung, die ihre ursprüngliche Gestalt zurückherstellte.
Die Gebäude zeigen noch heute die Handschrift der späten Wilhelminischen Zeit mit ihren massiven Säulen und hellem Kalksteinputz. Sie prägen das Gesicht des Boulevard Unter den Linden und zeigen, wie Berlin damals seine wirtschaftliche Kraft zur Schau stellte.
Der Komplex bietet mehrere Durchgänge, die Unter den Linden mit der Mittelstraße verbinden und Zugang zu Einzelhandelsräumen auf verschiedenen Ebenen ermöglichen. Ein original erhaltener Banktresen ist öffentlich zugänglich und zeigt die Nutzung während seiner Zeit als Finanzinstitution.
Der Komplex war nicht nur Bankgebäude, sondern diente später als Ausstellungsraum für Automobil, was seine Anpassungsfähigkeit an wirtschaftliche Veränderungen zeigt. Diese wechselvolle Nutzungsgeschichte macht ihn zu mehr als nur einer Fassade aus der Wilhelminischen Ära.
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