Abhörstation, Abhöranlage in Grunewald, Deutschland
Die Abhörstation auf dem Teufelsberg besteht aus mehreren Betongebäuden, die mit weißen geodätischen Radardomkuppeln gekrönt sind und das Gelande prägen. Die Anlage erstreckt sich über den Hugelkamm mit verschiedenen Strukturen, die den Rundfunkempfang ermöglichten.
Die Anlage wurde 1963 als Uberwachungsstation erbaut, um Radiokommunikation aus den Landern des Ostblocks wahrend des Kalten Krieges abzufangen. Sie spielte eine Schluselrolle in der westlichen Aufklarungsarbeit gegen den Sowjetblock.
Der Ort wird heute von Straßenküstlern genutzt, die ihre Werke auf den Betonflächen und Strukturen ausstellen und so dem verlassenen Komplex neues Leben einhauchen.
Das Gelandé ist uber Fußwege erreichbar und bietet Besuchern die Möglichkeit, die Gebäude und Kunstwerke selbstständig zu erkunden oder an geführten Rundgängen teilzunehmen. Bei Besuchen sollte man robustes Schuhwerk tragen, da der Hugelweg und die Betonflächen uneben sind.
Die Stationen hatten Schwierigkeiten bei der Signalerfassung, wenn ein nahegelegenes Karussell-Riesenrad betrieben wurde und verursachte Storungen im Funkempfang. Dies fürte zu technischen Anpassungen und gab den Ingenieuren einen überraschenden alltäglichen Hinweis auf ihre Arbeit.
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