Züge ins Leben – Züge in den Tod: 1938–1939, Skulpturales Denkmal nahe dem Bahnhof Friedrichstraße in Berlin, Deutschland
Trains to Life - Trains to Death ist ein Bronze- und Granitdenkmal an der Friedrichstraße in Berlin, das sieben Kinderfiguren zeigt. Fünf Figuren aus dunkelgrauer Bronze blicken nach Osten, während zwei aus hellerer Bronze nach Westen schauen und so zwei gegensätzliche Wege darstellen.
Das Denkmal markiert den Abfahrtsort des ersten Kindertransports am 30. November 1938, der 196 jüdische Kinder nach England brachte. Dieser Transport war der Beginn einer Rettungsaktion, die während der folgenden Jahre Tausende von Kindern vor der Verfolgung bewahrte.
Das Denkmal zeigt zwei unterschiedliche Schicksale jüdischer Kinder in der Nazi-Zeit: Einige konnten durch Kindertransporte gerettet werden, andere starben in Konzentrationslagern. Die Bronzefiguren verkörpern diese gegensätzlichen Wege und berühren Besucher durch ihre stille Präsenz.
Das Denkmal befindet sich am Eingang des Bahnhofs Friedrichstraße an der Ecke Georgenstraße, wo es leicht zu erreichen ist. Besucher können es jederzeit sehen, da es im öffentlichen Raum neben dem Bahnhof steht und keinen besonderen Zugang erfordert.
Der Künstler Frank Meisler, der dieses Denkmal 2008 schuf, war selbst eines der Kinder, die 1939 durch einen Kindertransport von Berlin nach England gerettet wurden. Seine persönliche Geschichte verwebt sich damit in das Werk selbst ein und macht es zu einem Zeugnis von innen heraus.
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