Charlottenburger Tor, Stadttor in Charlottenburg-Wilmersdorf, Deutschland.
Das Charlottenburg-Tor ist ein imposantes Eingangstor im Charlottenburg-Wilmersdorf Bezirk und prägt das Straßenbild mit zwei symmetrischen Portiken aus Tuff-Stein. Die Bronzestatuen von König Friedrich I. und Sophia Charlotte von Hannover stehen als lebensgroße Wächter auf beiden Seiten und bilden den visuellen Kern des Bauwerks.
Das Tor wurde 1908 von Architekt Bernhard Schaede erbaut und ersetzte zwei Zollhäuser, die Friedrich August Stüler über 50 Jahre zuvor entworfen hatte. Es verkörpert die bauliche Modernisierung Berlins in der Zwischenkriegszeit und prägt seitdem das Eingangsgesicht des Distrikts.
Das Tor trägt den Namen der Königin Sophia Charlotte und symbolisiert deren Bedeutung für die Stadtentwicklung dieser Gegend. Die beiden Bronzestatuen, die das Eingangsportal flankieren, erinnern täglich an die historischen Herrscher, die diese Gegend prägten.
Die Brama kann von außen jederzeit besichtigt werden und liegt direkt an einer Hauptstraße mit guter Erreichbarkeit. Samstagnachmittags bietet eine örtliche Geschichtsgesellschaft kleine Ausstellungen zum Bauwerk an, die Besuchern tiefere Einblicke ermöglichen.
Obwohl das Tor 1937 bedeutende Umbauten erfuhr, um Platz für ein gigantisches Straßennetz zu schaffen, sind die ursprünglichen Bronze-Kandelaber in ägyptischem Stil erhalten geblieben und berichten stumm von dieser turbulenten Phase. Wer genau hinschaut, erkennt an der Struktur noch heute die Spuren dieser Veränderungen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.