Synagoge, Jüdisches Gotteshaus in der Altstadt, Lübeck, Deutschland
Die Lübecker Synagoge ist ein Gotteshaus aus rotem Backstein, das in der Nähe der Annenstraße steht und maurische Stilelemente mit moscheeartigen Details verbindet. Das Gebäude zeigt die Architektursprache des späten 19. Jahrhunderts, als solche Bauten in Europa entstanden.
Die Synagoge wurde 1880 erbaut und war bis November 1938 Treffpunkt der jüdischen Gemeinde, bevor diese während der Nazi-Zeit aufgelöst wurde. Der Zeitpunkt ihrer Gründung fiel mit einer Liberalisierung der Residenzbestimmungen zusammen, die Juden in Lübeck neue Möglichkeiten eröffnete.
Die Synagoge zeigt durch ihre maurische Architektur die jüdische Präsenz in Lübeck, wo sich die Gemeinde ab dem 19. Jahrhundert ansiedeln konnte. Der Baustil mit seinen Elementen spricht von einem Selbstbewusstsein, das die Gemeinde in dieser Zeit entwickelte.
Das Gebäude liegt in Lübecks mittelalterlicher Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, und ist zu Fuß von anderen historischen Bauten erreichbar. Der Standort innerhalb dieser kompakten Gegend macht es möglich, mehrere Sehenswürdigkeiten an einem Tag zu besuchen.
Das Gebäude hat den Zweiten Weltkrieg deshalb überstanden, weil es neben einem Museum stand, das die Nazis absichtlich nicht zerstören wollten. Diese unmittelbare Nähe zu einer Institution, die den Behörden wertvoll war, schützte die Synagoge vor der Bombardierung.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.