Alter Jüdischer Friedhof an der Oberstraße, Jüdischer Friedhof im Stadtteil Nordstadt, Hannover, Deutschland.
Der Friedhof in Hanover ist eine jüdische Begräbnisstätte mit etwa 700 Grabsteinen, die auf einem sandigen Hügel verteilt sind und von alten Bäumen umgeben werden. Das Gelände ist in Ebenen angeordnet und schafft eine ruhige, in sich geschlossene Begräbnislandschaft.
Der Friedhof wurde 1550 gegründet und blieb bis 1864 in Betrieb, was ihn zum ältesten noch vorhandenen jüdischen Friedhof in Norddeutschland macht. Sein Fortbestand durch Kriege und Umbrüche zeigt seine Bedeutung für die jüdische Gemeinde über mehr als drei Jahrhunderte.
Der Friedhof spiegelt die jüdische Tradition wider, Gräber dauerhaft zu bewahren und nie zu stören. Besucher können diese Respektsweiße heute noch in der sorgfältigen Anordnung der Grabsteine erkennen, die Generationen von Verehrung zeigen.
Der Eingang befindet sich an der Ostseite durch ein Seitentor, das durch ein Symbol des priesterlichen Segens gekennzeichnet ist. Das Gelände ist zu Fuß leicht zu erreichen und die Pfade folgen den natürlichen Linien des Hangs.
Der Friedhof beherbergt die Gräber mehrerer Rabbiner und Gemeindeführer sowie Verwandter des Dichters Heinrich Heine. Der älteste erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahr 1654 und bezeugt die ungebrochene Geschichte des Ortes.
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