Wasser- und Wiesennymphe, Kulturerbe-Skulptur in Stuttgart, Deutschland.
Die Wasser- und Wiesennymphe ist eine Marmorplastik, die zwei liegende Nymphen darstellt, wobei eine Figur der anderen einen Blumenkranz aufsetzt. Das Werk zeigt großzügig komponierte Körperformen und reflektiert das Interesse seiner Zeit für die Mythologie.
Johann Heinrich von Dannecker schuf das ursprüngliche Tonmodell 1808, und Friedrich Distelbarth führte die monumentale Ausführung zwischen 1810 und 1815 durch. Die heute sichtbare Marmorversion wurde 1982 installiert und ersetzt damit das Originalwerk an dieser Stelle.
Die Figuren zeigen Züge der klassischen Schönheit mit gestreckten Hälsen und ovalen Gesichtern, wie sie in der antiken Kunst gepflegt wurden. Besucher erkennen in diesen Merkmalen die künstlerischen Ideale wieder, die Künstler seit Jahrhunderten inspiriert haben.
Die Skulptur steht am Becken vor dem Haupteingang von Schloss Rosenstein und ist vom Schlossgelände aus leicht zu erreichen. Der Standort bietet einen guten Blick auf das Kunstwerk und ermöglicht es, die Details aus verschiedenen Winkeln zu betrachten.
Während der Biedermeier-Zeit vermieden viele Passanten die Statue wegen der Darstellung nackter Figuren, was zu Kontroversen über Anstand und Sitte führte. Diese Reaktion zeigt, wie unterschiedlich Menschen in verschiedenen Epochen Kunstwerke wahrgenommen haben.
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