La Calère, Ehemaliges Seeviertel in Oran, Algerien
La Calère war ein ehemaliges hafenviertel in Oran, das sich über vier hektar küstenland erstreckte und in einen oberen und unteren bereich unterteilt war, direkt in der nähe des alten hafens. Das gelände fiel steil zum meer hin ab, während es nach innen sanft zum hochland anstieg und so eine ungewöhnliche mischung aus flachem uferbereich und höherem inland bildete.
Das viertel entstand unter spanischer herrschaft als fischereiort und erhielt den namen scalera, bevor es später in la calère umbenannt wurde. Es blieb ein blühendes handels- und arbeiterviertel bis zum 20. jahrhundert, als bauliche probleme und strukturelle schäden schließlich zu seiner aufgabe führten.
Der Stadtteil war früher ein wichtiges Zentrum für fischer und Handwerker, die direkt am wasser arbeiteten und das tägliche leben der stadt prägten. Die gegend behielt ihren charakter als arbeiterquartier, wo sich nachbarschaften um die fischerei und den handel mit dem meer organisierten.
Der standort liegt auf aktivem erdbebengebiet und hat entwässerungsprobleme aufgrund seiner nähe zum mittelmeer, weshalb besondere baustandards notwendig sind. Besucher sollten bedenken, dass die gegend heute nicht mehr bewohnt ist und man daher mit ruinen und verlassenen strukturen rechnen muss.
Das gelände zeigt eine besondere topografie mit einem abrupten anstieg vom meeresspiegel auf etwa 110 meter höhe, was einen extremen höhenunterschied in kurzer distanz schafft. Diese dramatische landschaftsformation machte das viertel sowohl geografisch als auch wirtschaftlich zu einem einzigartigen ort in orans geschichte.
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