Baynard’s Castle, Mittelalterliche Burg in City of London, England
Baynards Castle war eine Festung, die an der Mündung des Flusses Fleet in die Themse stand und Teile der römischen Stadtmauer in ihre nördliche Befestigung einbezog. Die Struktur nutzte diese antiken Fundamentierungen, um eine wehrhafte Anlage unmittelbar neben dem Fluss zu schaffen.
Die Burg wurde 1017 von Ralph Baynard gegründet und blieb bestehen, bis König John sie 1213 während Konflikten mit dem Baron Robert Fitzwalter zerstörte. Nach dieser Vernichtung wurde die Stätte nicht wieder als Militärfestung aufgebaut, sondern später anders genutzt.
Der zweite Burgenbau diente als königliche Residenz, in der Edward IV seine Krone empfing und Richard III den englischen Thron annahm. Diese Ereignisse machten den Ort zu einem wichtigen Schauplatz für Machtübergänge in der mittelalterlichen englischen Geschichte.
Die archäologischen Überreste von Baynards Castle liegen unter modernen Bürogebäuden in der Nähe der Station Blackfriars im Zentrum Londons. Besucher können die Stelle von der Straße aus sehen, obwohl die Ruinen selbst unter dem Boden verborgen sind.
Die Burg nutzte römische Flussmauerwerk aus dem 3. Jahrhundert als Fundamentmaterial, was zeigt, wie alte römische Strukturen in mittelalterliche Befestigungen integriert wurden. Diese Wiederverwendung antiker Steine war gängige Praxis beim Bau im frühmittelalterlichen London.
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