Caracalla-Thermen, Römischer Thermenkomplex in Rom, Italien
Die Caracalla-Thermen sind eine antike römische Thermenanlage in Rom, Italien, die sich über ein weitläufiges Gelände erstreckt und aus hohen Ziegelmauern, gewölbten Decken und Fragmenten von Mosaikböden besteht. Das Gelände umfasst die Hauptbaderäume sowie unterirdische Gänge, die einst das Heiz- und Wassersystem versorgten.
Der Kaiser ließ den Bau zwischen 212 und 216 nach Christus errichten, um der Bevölkerung ein öffentliches Badehaus zu bieten. Die Anlage blieb bis ins sechste Jahrhundert in Betrieb, bevor sie nach dem Zerfall der Wasserleitungen aufgegeben wurde.
Der Name leitet sich vom Kaiser ab, der den Bau in Auftrag gab, während die Struktur heute als Park dient, durch den Besucher zwischen den erhaltenen Mauern spazieren. Die Anlage zeigt, wie öffentliche Badehäuser im alten Rom als gesellschaftliche Treffpunkte funktionierten und den Alltag der Bewohner prägten.
Das Gelände öffnet von Dienstag bis Sonntag und ist über weite Strecken barrierefrei zugänglich, sodass auch Rollstuhlfahrer die meisten Bereiche erreichen können. Es empfiehlt sich, festes Schuhwerk zu tragen, da der Boden uneben ist und viele Stufen die verschiedenen Ebenen verbinden.
Unterhalb der Ruinen liegt ein ausgedehntes Netzwerk von Tunneln und Räumen, das einst Sklaven und Arbeiter nutzten, um Holz und Kohle zu transportieren und die Öfen zu bedienen. In einem dieser unterirdischen Räume befindet sich ein großes Mithräum, ein Heiligtum, das einer geheimen Kultreligion gewidmet war.
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