Santa Vittoria, Archäologischer Park und Museum in Serri, Italien
Das nuragische Heiligtum von Santa Vittoria ist eine archäologische Stätte im Freien auf dem Basaltplateau von Giara di Serri in Zentralsardinien. Die Anlage umfasst mehrere Tempelgebäude, einen Heiligen Brunnen und Opferbereiche, alle aus sorgfältig behauenen Basalt- und Kalksteinblöcken gefertigt.
Das Heiligtum entstand in der Nuraghenzeit, wahrscheinlich im zweiten Jahrtausend v. Chr., und wurde später auch von punischen, römischen und byzantinischen Bevölkerungsgruppen genutzt. Die ersten wissenschaftlichen Ausgrabungen in den frühen 1900er Jahren legten die verschiedenen Schichten dieser aufeinanderfolgenden Kulturen frei.
Die Nuraghen verehrten Wasser als heilige Kraft, und der Brunnen im Zentrum der Anlage war das Herz ihrer Rituale. Noch heute kann man die sorgfältig behauenen Steine um den Brunnen herum sehen, die zeigen, wie viel Aufmerksamkeit diesem Ort gewidmet wurde.
Die Stätte ist über eine gut ausgeschilderte Straße erreichbar, die von Serri aus führt, und die Wege zwischen den Ausgrabungsbereichen sind deutlich markiert. Da die meisten Bereiche unter freiem Himmel liegen, sind festes Schuhwerk und Sonnenschutz sehr empfehlenswert.
Unter den Funden befanden sich Hunderte kleine Bronzefiguren, die gewöhnliche Menschen wie Handwerker und Krieger darstellen, nicht nur Götter oder Herrscher. Diese Objekte zeigen, dass das Heiligtum ein Ort war, an dem Menschen aus allen Gesellschaftsschichten ihre Wünsche zum Ausdruck brachten.
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