Giara di Gesturi, Natürliches Plateau in Zentralsardinien, Italien.
Die Giara di Gesturi ist ein flaches Basaltplateau in Zentralsardinien, das sich über eine weite, offene Landschaft erstreckt und von vulkanischer Aktivität geformt wurde. Auf seiner Oberfläche wechseln sich mediterrane Macchia, felsige Stellen und natürliche Wasserbecken ab, die als Paulis bezeichnet werden und sich in den Vertiefungen des Gesteins bilden.
Das Plateau war bereits in der Bronzezeit besiedelt, wie die Reste von Nuraghenkomplexen belegen, die über das Hochland verteilt sind. Die Nuragher, eine der ältesten Zivilisationen Sardiniens, errichteten hier Steintürme, von denen noch heute Überreste zu sehen sind.
Auf dem Plateau stehen einfache Steinhütten, die als Pinnettas bekannt sind und von Hirten als Unterkunft genutzt wurden. Wer über das Hochland wandert, kann diese kleinen Bauten noch heute entdecken und sich vorstellen, wie das Leben der Hirtenfamilien hier ausgesehen haben mag.
Mehrere Wanderwege durchqueren das Plateau; einige sind leicht und gut markiert, andere führen über unwegsames Gelände und erfordern festes Schuhwerk. Der Frühling ist die empfehlenswerteste Jahreszeit, da die Paulis dann mit Wasser gefüllt sind und die Vegetation am üppigsten ist.
Auf der Giara di Gesturi lebt eine der letzten freilebenden Populationen des sardischen Wildpferds, des sogenannten Cavallino della Giara. Diese kleinen, dunkel gefärbten Pferde sind deutlich kleiner als normale Hauspferde und gelten heute als gefährdete Rasse.
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