Ghiacciaio del Gleno, Berggletscher in den Orobischen Alpen, Lombardei
Der Ghiacciaio del Gleno besteht aus mehreren Eisflächem zwischen Monte Gleno und der Cima Trobio in den Orobie-Alpen. Der westliche Bereich erstreckt sich zwischen 2750 und 2550 Metern Höhe und umfasst eine flächige Ausdehnung, die sich durch das charakteristische Blau und Weiß des Gletschereises auszeichnet.
Der Gletscher erreichte seine größte Ausdehnung während der Kleinen Eiszeit im 17. Jahrhundert und zieht sich seit etwa 1850 kontinuierlich zurück. Die Schmelzgeschwindigkeit hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich beschleunigt.
Der Gletscher ist eine markante Landmarke für die lokale Bergkultur und zeigt den dramatischen Wandel der Alpenlandschaft über Generationen hinweg. Einheimische und Bergsteiger nutzen ihn als Orientierungspunkt und Zeichen der Naturveränderung in der Region.
Die Gletscherzunge ist am einfachsten von den höheren Wegen in der Region zu erreichen und sollte nur von erfahrenen Bergsteigern besucht werden. Steigeisen und Seilausrüstung sind notwendig, da das Eis glatt ist und Spalten aufweisen kann.
Das Schmelzwasser speist den Trobio-Bach und den Barbellino-See mit grünlich gefärbtem Wasser, das durch feine Gletschersedimente seine charakteristische Färbung erhält. Diese Färbung ist ein sichtbares Zeichen der andauernden Eismasse und ihrer Aktivität in der Landschaft.
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