Vedretta di Scais, Alpengletscher in den Orobischen Alpen, Lombardei, Italien
Die Vedretta di Scais liegt zwischen 2450 und 2900 Metern Höhe, eingekeilt zwischen den Gipfeln Pizzo Redorta und Punta Scais in den östlichen italienischen Alpen. Das Gletscher-Gebiet erstreckt sich über mehrere Bergflanken und zeigt die typische Struktur von Hochgebirgseisformationen in diesem Bereich.
Im frühen 19. Jahrhundert bedeckte das Gletscher-Gebiet das gesamte Scais-Tal und war während der Kleinen Eiszeit mit der Vedretta di Porola verbunden. Diese Periode zeigte die maximale Ausdehnung des Eises in dieser Region vor dem Rückgang, der in den folgenden 150 Jahren folgte.
Der Name Vedretta stammt aus der Lombardei und rätoromanischen Sprache und zeigt die historische Verbindung der lokalen Alpenbevölkerung zu diesen Eisflächen. Diese Bezeichnung spiegelt wider, wie die Menschen in den Bergen seit langem mit Gletschern leben und sie in ihre Sprache aufgenommen haben.
Für einen Besuch sind spezielle Ausrüstung und Bergsteigererfahrung erforderlich, da der Zugang anspruchsvoll ist und technisches Wissen voraussetzt. Die stabilsten Bedingungen herrschen in den Sommermonaten, wenn Schnee und Eis fester sind und die Wege sicherer zu begehen sind.
Das Gletscher-Gebiet behält seine Eismasse durch die Ausrichtung nach Norden und spezielle Wettermuster, obwohl es im Jahresverlauf relativ wenig Niederschlag erhält. Diese Fähigkeit, unter trockenen Bedingungen Eis zu bewahren, macht es zu einem bemerkenswerten Beispiel für Gletscher in niederschlagarmen Alpenregionen.
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