Aoshima, Katzenzufluchts-Insel in der Präfektur Ehime, Japan
Aoshima ist eine kleine Insel in der Inlandsee von Seto mit einer Länge von etwa 1,6 Kilometern, wo Katzen frei zwischen Küstenlandschaften und verlassenen Gebäuden umherlaufen. Das Gelände ist geprägt von verfallenen Strukturen, unbefestigten Wegen und einer Vegetation, die langsam die menschlichen Bauwerke zurückerobert.
Die Insel war einmal ein blühendes Fischerdorf mit etwa 900 Einwohnern im Jahr 1945, verlor aber schnell ihre Bedeutung, als der Sardinen- und Fischbestand zusammenbrach. Der wirtschaftliche Niedergang führte zum Wegzug der meisten Menschen, wobei heute nur etwa 6 ständige Bewohner auf der Insel leben.
Die Katzen auf der Insel werden von Besuchern und Spendern aus ganz Japan gefüttert, was zeigt, wie wichtig diese Tiere in der japanischen Kultur sind. Man sieht überall auf den Wegen und in den Häusern Katzen, die das Alltagsbild prägen.
Die Anreise erfolgt mit der Fähre, die etwa 35 Minuten vom Hafen Nagahama braucht und zweimal täglich fährt. Besucher sollten eigenes Essen und Wasser mitbringen, da es auf der Insel keine Geschäfte gibt.
Ein Sterilisierungsprogramm für mehr als 210 Katzen wurde durchgeführt, um die schnell wachsende Population zu kontrollieren, die zeitweise ein Verhältnis von 36 Katzen pro Mensch erreicht hatte. Diese Maßnahme zeigt, wie die Gemeinde zwischen dem Schutz der Tiere und dem Management ihrer Zahlen abwägt.
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