Mino Kokufu, Archäologische Stätte in Tarui, Japan
Mino Kokufu war ein Verwaltungszentrum, das sich über ein Gebiet von etwa 400 Metern von Ost nach West und 430 Metern von Nord nach Süd erstreckte. Ein Schutzgraben von etwa 18 Metern Breite umschloss das Areal und schützte die dort stehenden Gebäude, deren Fundamente zeigen, wie sich die Bauweise von erhöhten Pfostenkonstruktionen zu steingestützten Strukturen entwickelte.
Nach der Taika-Reform von 645 n.Chr. wurde dieses Zentrum etabliert, um die Provinz unter der Verwaltung von Kokushi-Beamten zu regieren, die das ältere System der Kuni-no-miyatsuko ablösten. Die Anlage wurde zu einem wichtigen Verwaltungssitz, der die neue Organisation des Staates widerspiegelte.
Der Fundort zeigt Spuren des alltäglichen Lebens von Verwaltungsbeamten durch Keramikscherben, Tuschereibsteine und beschriftete Holzmarken. Diese Gegenstände verraten viel über die Art, wie die Provinzregierung funktionierte und welche Menschen hier arbeiteten.
Der Fundort liegt in Gehweite vom Bahnhof Tarui an der JR-Linie Tokaidō Main Line, etwa 15 Gehminuten entfernt. Das flache Gelande ist leicht zugänglich, und es gibt Informationstafeln vor Ort, um die verschiedenen Bereiche des ehemaligen Verwaltungszentrums zu verstehen.
Der Fundort zeigt, wie sich japanische Architektur in dieser Periode wandelte, denn die Gebaude wurden zunachst auf Pfostenfundamenten errichtet, bevor sie zu massiveren Steinstrukturen ubergingen. Dies spiegelt den wachsenden Einfluss chinesischer Bautechniken wider, die mit dem neuen Verwaltungssystem eingefuhrt wurden.
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