Nakahechi, Pilgerweg in der Präfektur Wakayama, Japan
Nakahechi ist ein Pilgerweg auf der Halbinsel Kii in der Präfektur Wakayama, der durch dichte Bergwälder führt und die drei großen Kumano-Schreine miteinander verbindet. Der Weg verläuft über steingepflasterte Abschnitte und Bergrücken, vorbei an bewaldeten Tälern und hölzernen Wegmarkierungen.
Dieser Weg existiert seit dem späten 8. Jahrhundert, als Mitglieder der kaiserlichen Familie und des Adels die Berge der Halbinsel Kii durchquerten, um die Kumano-Schreine zu erreichen. Im Laufe der Jahrhunderte nutzten auch Händler, Bauern und einfache Menschen die Route, was ihr eine breite gesellschaftliche Bedeutung verlieh.
Kleine Schreinsstationen, die sogenannten Oji, säumen den Weg und sind traditionelle Rastplätze, an denen Pilger kurze Rituale vollziehen und Stempel in ihre Notizbücher sammeln. Wer den Weg geht, begegnet diesen Stationen regelmäßig und erlebt so einen Rhythmus, der den gesamten Pfad gliedert.
Der Weg lässt sich in Abschnitten gehen, und entlang der Route gibt es traditionelle Gasthäuser sowie Berghütten, die Unterkunft bieten. Der Ausgangspunkt in der Nähe von Tanabe ist per Bus erreichbar, was die Planung einer Wanderung je nach verfügbarer Zeit und körperlicher Verfassung erleichtert.
Am Rande des Weges liegt Yunomine Onsen, eine heiße Quelle, die als einziges Thermalbad der Welt zum UNESCO-Welterbe zählt. Pilger nutzten dieses Bad traditionell zur rituellen Reinigung, bevor sie die Kumano-Schreine betraten, und Besucher können dort heute noch baden.
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