Daiichi-Shirakawa bridge, Eisenbahnbrücke in Minamiaso, Japan
Die Daiichi-Shirakawa-Brücke ist eine Eisenbahnbrücke in der Präfektur Kumamoto, die die Tano-Schlucht über dem Weißen Fluss überquert und dabei rund 60 Meter über dem Flussbett liegt. Ein Stahlbogen verbindet zwei Tunnelöffnungen auf gegenüberliegenden Seiten der Schlucht und trägt die Gleise der Minamiaso Railway.
Die Brücke wurde 1927 erbaut und war jahrelang das höchste Eisenbahnviadukt im japanischen Schienennetz. Nach dem Erdbeben von 2016 musste sie vollständig neu gebaut werden und nahm 2023 ihren Betrieb wieder auf.
Der rotgestrichene Stahlbogen über der Schlucht ist Teil der Minamiaso Railway und wurde von der Japan Society of Civil Engineers als bedeutendes Bauwerk anerkannt. Wer von einem der umliegenden Aussichtspunkte schaut, sieht die Brücke als farbigen Bogen zwischen zwei Tunnelmündungen.
Der direkte Zugang zur Brücke ist nur mit dem Zug der Minamiaso Railway möglich, da es sich um ein reines Eisenbahnbauwerk handelt. Wer das Bauwerk von außen betrachten möchte, findet in der Umgebung mehrere Aussichtspunkte auf das Schluchtenpanorama.
Die Brücke wurde mit einer Freivorbau-Methode errichtet, bei der die Stahlträger von beiden Seiten der Schlucht aus schrittweise vorgebaut wurden, ohne Stützen im Talgrund. Diese Technik war in den 1920er-Jahren in Japan ungewöhnlich und ermöglichte es, die tiefe Schlucht ohne Gerüst zu überbrücken.
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