Santa Maria della Pietà, Barockkirche im Kalsa-Viertel, Palermo, Italien.
Die Kirche Santa Maria della Pietà ist ein Barockbau in Palermos Altstadt mit einer aufwendigen Fassade, die von Korintische Säulen geprägt ist. Das Innere besteht aus einem großzügigen Schiff mit Marmorsäulen und einem Deckenfresko von Antonio Grano aus dem Jahr 1708.
Ein Benediktinerkloster entstand 1495 unter der Förderung von Francesco Abatellis, doch die Nonnen wechselten später zur dominikischen Ordnung. Dieser Wechsel der Ordensregel spiegelte sich in der geistlichen Ausrichtung und künstlerischen Ausstattung wider.
Die Kirche wurde von Dominikanerinnen gepflegt, die hier beteten und ihr spirituelles Leben führten. Ihre Präsenz prägte den Charakter dieses Ortes über Jahrhunderte hinweg.
Das Gebäude befindet sich an der Kreuzung Via Torremuzza und Via Alloro im historischen Zentrum von Palermo und ist zu Fuß leicht zu erreichen. Das Innere ist offen und überschaubar, so dass man alle Details ohne Besonderheiten erkunden kann.
Metallgitter im Vorraum ermöglichten den eingeschlossenen Nonnen, Gottesdienste und Prozessionen zu beobachten, ohne selbst gesehen zu werden. Diese versteckte Beobachtung war Teil des klösterlichen Lebens und der strengen Trennung zwischen religiöser Gemeinschaft und Außenwelt.
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