Omori Shell Mounds, Archäologischer Muschelberg in Ōmori, Tokio, Japan
Die Omori Shell Mounds sind eine archäologische Fundstätte mit prähistorischen Muschelabfällen in Ōmori im Stadtbezirk Ōta von Tokio. Die Ablagerungen enthalten mehrere Schichten weggeworfener Muscheln, Keramikfragmente und Steinwerkzeuge aus vorgeschichtlichen Siedlungen entlang der Küste der Bucht von Tokio.
Der amerikanische Zoologe Edward S. Morse entdeckte diese Muschelhaufen im Jahr 1877 während einer Zugfahrt und leitete damit die erste wissenschaftliche archäologische Ausgrabung in Japan ein. Seine Arbeit eröffnete das Studium der Jōmon-Zeit und prägte die Entwicklung der Archäologie als Wissenschaft im Land.
Die hier ausgegrabenen Keramikscherben zeigen Abdrücke von Seilen und Schnüren, die in den feuchten Ton gedrückt wurden, bevor er im Feuer gehärtet wurde. Dieser Dekorationsstil gab der gesamten Jōmon-Zeit ihren Namen und steht für die frühe Handwerkskunst auf den japanischen Inseln.
Die Stätte öffnet täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr und liegt etwa fünf Gehminuten vom Nordeingang des Bahnhofs Ōmori entfernt. Ein kleines Informationszentrum neben dem Gedenkpark bietet englischsprachige Tafeln und Ausstellungsstücke aus der Ausgrabung.
Die Analyse von Fingerabdrücken auf Keramikscherben dieser Fundstätte führte Dr. Henry Faulds dazu, moderne Techniken der Verbrechensermittlung durch Fingerabdruckidentifikation zu entwickeln. Morse und Faulds arbeiteten beide in Japan und erkannten, dass die Abdrücke auf alten Gefäßen mit menschlichen Fingerspitzen übereinstimmten.
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