Sakaide Artificial Ground, Metabolistischer Architekturkomplex in Sakaide, Japan
Das Sakaide Artificial Ground ist eine massive Betonplattform, die sich 5,3 Meter über dem Bodenniveau erhebt und Wohngebäude, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen trägt. Die Struktur verbindet mehrere Funktionen auf einer einzigen Ebene und schafft einen zusammenhängenden städtischen Raum, der Fahrzeuge, Fußgänger und tägliche Aktivitäten auf demselben Niveau vereint.
Das Projekt entstand zwischen 1968 und 1986 als Antwort auf die schnelle Urbanisierung in Japan und basierte auf der innovativen Idee von Architekt Masato Otaka, vorhandene Landnutzung grundlegend zu überdenken. Die Umsetzung markierte einen Wendepunkt in der japanischen Stadtplanung, indem sie zeigte, wie moderne Infrastruktur und traditionale Grundkonzepte versöhnt werden konnten.
Die Struktur zeigt einen Wandel in der japanischen Stadtplanung, der Wohnräume mit Gewerbeflächen durch erhöhte Betonfundamente verbindet.
Der komplexe Raum lässt sich am besten erkundet werden, indem man die verschiedenen Ebenen und Rampen nutzt, die zwischen den unterschiedlichen Bereichen verbinden. Es ist hilfreich, von der Straßenebene zu beginnen, um die Höhenunterschiede zu verstehen und dann die erhöhten Fußwege und öffentlichen Bereiche zu erkunden.
Das Projekt war Vorreiter bei der Lösung des Grundeigentums-Problems, indem es Luftrechte von Grundbesitzern erwarb, anstatt das Land selbst zu kaufen. Dies ermöglichte es, die Eigentümer am Projekt beteiligt zu halten, während gleichzeitig der Raum darunter für neue Strukturen genutzt wurde.
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