Huaca Palomino, Archäologische Stätte im Bezirk Lima, Peru.
Huaca Palomino ist eine rechteckige archäologische Stätte in Lima mit Lehmwänden und zwei Haupthöfen. Diese sind durch enge Korridore miteinander verbunden und bilden ein strukturiertes Verwaltungszentrum aus vorkolumbischer Zeit.
Die Anlage wurde etwa zwischen 900 und 1476 n.Chr. als Zentrum der Maranga-Herrschaft erbaut und gehörte der Ychsma-Kultur an. Später kam es unter Inka-Besatzung und früher spanischer Kolonialeinfluss.
Die Anlage war ein wichtiges Verwaltungszentrum mit einer klaren räumlichen Ordnung, die soziale Hierarchien widerspiegelte. Die erhobenen Plattformen und Innenhöfe zeigen, wie Machtverhältnisse im Alltag sichtbar gemacht wurden.
Das Gelände befindet sich in der Palomino-Siedlung nahe der Avenida Venezuela im Lima-Distrikt und ist relativ leicht zu erreichen. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen und genügend Zeit einplanen, um die verschiedenen Ebenen und Innenhöfe zu erkunden.
Ausgrabungen zwischen 2012 und 2013 zeigten drei unterschiedliche Besiedlungsphasen an diesem Ort mit Spuren verschiedener Kulturen. Holzpfosten aus der Kolonialzeit werden zusammen mit älteren Strukturen sichtbar, was zeigt, wie lange dieser Ort genutzt wurde.
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