Kiek in de Kök, Gotischer Wehrturm in Danzig, Polen
Der St.-Hyazinth-Turm ist ein achteckiger Backsteinbau, der sich etwa 36 Meter in die Höhe erhebt und mit acht Geschossebenen für Schussöffnungen ausgestattet ist. Die Grundmauern erreichen eine Dicke von etwa 2,5 Metern und sind mit Backsteinarkaden verstärkt, die auf Steinkonsolen ruhen.
Der Turm entstand um 1400 als Teil der mittelalterlichen Befestigung und schützte die nordwestliche Ecke der Stadtmauern von Gdańsk. Bis 1556 behielt er seine Funktion in der städtischen Verteidigungsanlage.
Der Turm trägt den Namen des heiligen Hyazinth Odrowąż, der das Dominikanerkloster in Gdańsk gegründet hat. Der Name verbindet die religiöse Geschichte der Stadt mit diesem Wehrgebäude.
Der Turm befindet sich an der Nordwestecke der Altstadt und ist von außen gut zugänglich, so dass man seine Architektur und Bauweise beobachten kann. Die unterirdischen Räume für Proviant und Schießpulver sind heute nicht für Besucher begehbar.
Der Turm war bei den Einheimischen unter dem niederländischen Namen 'Kiek in de Kök' bekannt, was bedeutet, dass die Wachen von dort aus in die Küchen des benachbarten Dominikanerklosters schauen konnten. Dieser Spitzname zeigt, wie alltäglich und praktisch die Wächter ihre Aufgabe wahrnahmen.
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