Marstall, ein ehemaliges Baudenkmal in Kassel
Das Marstall ist ein Renaissancebau aus den 1590er Jahren mit vier Flügeln, die einen zentralen Innenhof umgeben. Die unteren Geschosse dienten ursprünglich als Pferdeställe, während die oberen Bereiche für Kunstsammlungen und später als Bibliothek des Landgrafen genutzt wurden.
Der Bau wurde zwischen 1591 und 1593 unter Landgraf Wilhelm IV. in Weser-Renaissance-Stil errichtet und diente zunächst als Stallanlage und Kunstsammlung. Nach Kriegszerstörungen 1943 wurde das Gebäude in den 1960er Jahren als moderner Markthallenneubau wieder aufgebaut und dient seitdem als Markthalle.
Das Marstall trägt den Namen seiner ursprünglichen Funktion als Pferdeunterkunft des Landgrafen und prägt bis heute das Stadtbild von Kassel. Der Bau zeigt, wie ein Ort seine Bedeutung über Jahrhunderte gewandelt hat, von fürstlichem Stall über Kaserne bis hin zum modernen Marktplatz, wo Menschen aus der Umgebung ihre Waren anbieten.
Das Marstall liegt in der Wildemannsgasse im Herzen der Kasseler Altstadt und ist leicht zu Fuß erreichbar. Die Markthalle ist Donnerstag bis Samstag aktiv, wenn über 70 Händler auf zwei Ebenen und im Außenbereich regionale und internationale Produkte anbieten.
In einem Eckturm des Marstall befinden sich Uhr und Glocke aus dem 1816 abgerissenen Landgrafenschloss, die an die verschwundene fürstliche Vergangenheit erinnern. Diese Relikte zeigen, wie Teile der historischen Stadt in neuen Strukturen weiterleben.
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