Apparate-Werk Carl Otto Raspe , Fabrikanlage Berliner Allee 252/260, Liebermannstraße 45/47, Neumagener Straße 21/33, Industriekomplex in Weißensee, Deutschland.
Das Apparate-Werk Carl Otto Raspe ist ein Fabrikgebäude mit mehreren Bauten entlang der Berliner Allee und Liebermannstraße, das einen markanten Portal von Richard Schubert aus dem Jahr 1940 aufweist. Die Anlage erstreckt sich über mehrere Adressblöcke und war ursprünglich für die Herstellung von Apparaten und Messinstrumenten vorgesehen.
Das Werk entstand aus einer kleineren Gartenkolonie und einem Kohlehandelsunternehmen und entwickelte sich zu einer Fabrikanlage für Messinstrumente. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände von 1946 bis 1953 als sowjetische Behörde genutzt, bevor es später zum Ministerium für Staatssicherheit der DDR gehörte.
Das ECC Kunsthalle innerhalb des Komplexes nutzt die Räume heute als Galerieraum und Atelier für lokale Kunstschaffende, die Teil der wachsenden Kreativszene in Weißensee sind.
Das Gelände liegt an der Kreuzung von Berliner Allee und Liebermannstraße und beherbergt heute städtische Büros, darunter das Weißensee Bürgerbüro und das Pankow Jugendamt. Für Besuchende ist das Areal teilweise zugänglich, da auch öffentliche Kunsträume in der Anlage untergebracht sind.
Das Portal von 1940 blieb während der sowjetischen und der SED-Zeit erhalten und ist eines der wenigen Architekturelemente, das alle Phasen der Gebäudenutzung überdauert hat. Seine Präsenz dokumentiert die Kontinuität dieses Ortes über politische Umbrüche hinweg.
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