Terril 74, UNESCO-Weltkulturerbe Aussichtspunkt in Loos-en-Gohelle, Frankreich.
Terril 74 ist eine 186 Meter hohe Bergbaukulisse im Norden Frankreichs mit einer Aussichtsplattform auf dem Gipfel. Von dort aus kann man über 40 Kilometer weit in alle Richtungen schauen und die flache Landschaft der ehemaligen Bergbauregion überblicken.
Der Hügel entstand durch Abfallmaterial aus der benachbarten Mine 11/19, wo über Jahrzehnte Kohle abgebaut wurde. Der Betrieb endete 1986 und markierte damit das Ende der Kohlegewinnung in dieser Gegend.
Der Ort trägt den Namen einer Halde aus der Bergbauzeit und zeigt, wie Bergleute ihre Arbeit organisierten und welche Maschinen sie nutzten. Die erhaltenen Anlagen erzählen von der Industrie, die hier über viele Jahrzehnte den Alltag der Region prägte.
Man erreicht die Aussichtsplattform über gekennzeichnete Wege von der Rue Léon Blum aus, wobei es Parkplätze am Eingang gibt. Der Ort ist mit dem Bus vom Zentrum von Lens aus gut erreichbar.
Der Ort beherbergt mehr als 250 Pflanzenarten, darunter seltene wie das Gehörnte Mohnkraut, und ist Lebensraum für fast 100 Vogelarten. Diese Vielfalt zeigt, wie die Natur Bergbaulandschaften in neue Lebensräume verwandelt.
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