Amundsen-Scott-Südpolstation, Forschungsstation in der Antarktis.
Die Amundsen–Scott South Pole Station ist eine Forschungsstation und ein Observatorium in der Antarktis, die sich genau am geografischen Südpol befindet. Die Anlage ruht auf einer Eisschicht, die fast drei Kilometer dick ist, und erhebt sich auf einer Höhe von etwa 2800 Metern über dem Meeresspiegel.
Ein Bauteam der US-Marine errichtete die erste Basisstation im November 1956, um Forschungsprojekte während des Internationalen Geophysikalischen Jahres zu unterstützen. Seitdem wurde die Anlage mehrfach umgebaut und erweitert, um den wechselnden Anforderungen der Polarforschung gerecht zu werden.
Forscher führen hier Tag für Tag Experimente in Geophysik und Astronomie durch, während draußen die Sonne entweder monatelang nicht aufgeht oder nie untergeht. Die Arbeit folgt künstlichen Rhythmen, da natürliche Tageszeiten am geografischen Südpol keine Rolle spielen.
Während der Sommermonate leben bis zu 200 Personen hier, während im Winter nur einige Dutzend bleiben und die Anlage durch die monatelange Dunkelheit betreiben. Besucher können die Station nur mit spezieller Genehmigung betreten, da sie ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke genutzt wird.
Eine kleine Gewächshausanlage liefert frisches Gemüse und Kräuter, die während der isolierten Wintermonate die einzige Quelle nicht konservierter Lebensmittel darstellen. Die hydroponischen Beete wachsen unter künstlichem Licht und helfen der Besatzung, Vitamine aufzunehmen und psychologisch mit der Isolation umzugehen.
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