Orgosolo’s Murals, Gemäldeserie in Orgosolo, Italien.
Orgosolo's Murals sind über 250 großflächige Wandmalereien, die die Gebäudefassaden des Bergdorfes in Sardinien bedecken und Themen wie Gesellschaftsprobleme, tägliche Szenen und politische Ereignisse darstellen. Die Kunstwerke nutzen verschiedene Maltechniken und füllen hauptsächlich die zentralen Straßen des Dorfes mit künstlerischen Ausdrücken.
Das erste Wandgemälde entstand 1969, als eine Theatergruppe aus Mailand Kunstwerke schuf, die sich mit sardischen Regierungspolitiken und sozialen Bedenken befassten. Im Laufe der Zeit wuchsen die Werke durch Beiträge lokaler und besuchender Künstler zu einer vielfältigen Sammlung heran.
Die Kunstwerke erzählen von Hirtentraditionen, regionaler Identität und alltäglichen Kämpfen der Einwohner, die mit wasserfesten Farben auf die Mauern gebracht wurden. Besucher können in den Straßen nachvollziehen, wie die Gemeinde ihre Geschichte und Werte durch diese visuellen Ausdrücke bewahrt.
Das Dorf ist das ganze Jahr über für Besucher offen, wobei der zentrale Bereich des Bergdorfes den Großteil der Kunstwerke konzentriert. Man kann die Straßen zu Fuß erkunden und die Werke in seinem eigenen Tempo betrachten, ohne dass bestimmte Öffnungszeiten oder spezielle Regeln gelten.
Neben lokalen Themen zeigen die Werke auch globale Ereignisse wie die Proteste vom Platz des Himmlischen Friedens und die Anschläge vom 11. September. Diese Verbindung verdeutlicht, wie das Dorf internationale Geschehnisse in seine künstlerische Sprache einbezieht und damit ein globales Bewusstsein demonstriert.
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