Maometto, Römische Reliefstätte in Borgone Susa, Italien.
Maometto ist eine römerzeitliche Kultstätte in Borgone Susa mit einer in einen großen Felsbrocken geschlagenen Reliefplastik von etwa 80 x 65 cm, die eine männliche Gestalt in Tunika und Mantel darstellt. Der Felsbrocken selbst trägt weitere Steinmetzarbeiten, die auf die Bedeutung dieses Ortes als Heiligtum hindeuten.
Der Ort entstand in der Zeit zwischen dem 2. und 3. Jahrhundert, als römische Gläubige hier Opfergaben an Gottheiten wie Vertumnus oder Silvanus brachten, die mit Landwirtschaft verbunden waren. Doch die Fundgeschichte reicht viel älter zurück, wie archäologische Untersuchungen zeigen.
Der Name Maometto stammt aus lokalen Überlieferungen des Valle di Susa, die alte Kunstwerke mit sarazenischen Traditionen verbinden. Dies zeigt, wie die Region verschiedene historische Einflüsse bewahrt hat.
Der Ort befindet sich in einem Akazienwald zwischen Borgone und San Didero und kann zu Fuß erreicht werden, wobei man die Weg- und Steinkonstruktionen deutlich sehen kann. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen, da der Boden uneben und teils morastig sein kann.
Auf dem großen Stein wurden Reste einer 3500 Jahre alten Bestattung gefunden, die zeigt, dass Menschen diesen Ort lange vor den Römern als heilig betrachteten. Diese frühen Spuren deuten darauf hin, dass der Berg für aufeinanderfolgende Kulturen eine besondere Rolle spielte.
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