Dunganische Moschee, Chinesische Moschee in Karakol, Kirgisistan
Die Karakol-Dungan-Moschee ist ein hölzerner Gebetsort mit drei übereinanderliegenden pagodähnlichen Strukturen, deren äußere Wände in Blau, Gelb und Rot gestrichen sind und mit feinen Schnitzereien geschmückt sind. Das Gebäude steht auf 42 Holzpfeilern und zeigt eine Reihe von geometrischen Mustern und pflanzlichen Motiven, die in das Material eingraviert sind.
Das Gebäude wurde zwischen 1904 und 1910 von chinesischen Muslimen errichtet, die in den 1880er Jahren vor Verfolgung in ihrer Heimat flohen. Diese Gemeinschaft gründete sich in Karakol an und schuf mit ihrem Gebetshaus ein bleibendes Zeichen ihrer neuen Heimat.
Die Moschee wurde nach chinesischen Baumethoden errichtet und zeigt architektonische Merkmale, die sich von buddhistischen Tempeln inspirieren lassen. Besucher bemerken die handwerkliche Geschicklichkeit in der Ausführung, die die Verbindung zwischen der muslimischen und chinesischen Tradition widerspiegelt.
Das Gebäude ist von der Bektenova-Straße aus zugänglich und Besucher sollten sich angemessen kleiden, um den Raum zu respektieren. Am Eingang werden Überkleidungen bereitgestellt, um die Kleiderordnung einzuhalten.
Besonders auffällig ist die Konstruktion ohne Nägel - das Holz wurde nach traditionellen chinesischen Techniken zusammengefügt, was die Stabilität und Langlebigkeit des Bauwerks erklärt. Diese handwerkliche Methode war bei den Baumeistern aus Peking ein etabliertes Verfahren.
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