Le Gratin dauphinois, Kartoffelgericht aus der Region Dauphiné, Frankreich
Le Gratin dauphinois ist ein geschichtetes Kartoffelgericht aus der Region Dauphiné in Frankreich, mit dünnen Kartoffelscheiben, Sahne und Knoblauch. Das Ganze wird im Ofen gebacken, bis die Oberfläche goldbraun wird und der Kartoffelsaft mit der Sahne eine cremige Masse bildet.
Das Gericht entstand im 18. Jahrhundert, als französische Haushalte Öfen zum Kochen nutzten und lokale Kartoffeln mit Milchprodukten der Region kombinierten. Diese Kombination wurde möglich, weil der Dauphiné sowohl Kartoffelanbau als auch Käseproduktion hatte.
Der Auflauf spiegelt die Essgewohnheiten der Dauphiné wider, wo Familie sich zu Mahlzeiten versammeln und diese Schüssel von Generation zu Generation weitergeben. Jeder Haushalt kocht eine etwas andere Version, je nachdem welche Zutaten gerade verfügbar sind.
Das Gericht benötigt fest kochende Kartoffeln, die in dünne Scheiben geschnitten und langsam im Ofen gebacken werden, bis die Flüssigkeit verdunstet. Es ist wichtig, die Kartoffeln nicht zu waschen, damit die natürliche Stärke erhalten bleibt und die cremige Bindung entsteht.
Das Gericht unterscheidet sich von anderen Kartoffelaufläufen dadurch, dass es weder Eier noch Käse enthält und sich vollständig auf die natürliche Stärke der ungespülten Kartoffeln verlässt. Diese Technik erzeugt eine besondere cremige Textur, die nur entstehen kann, wenn die Kartoffeln roh bleiben und ihre Stärke freigeben.
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